"Social Power" in der Softwareentwicklung

Mehr Produktivität durch soziale Interaktion im Entwicklerteam

Software ist für viele Unternehmen ein zunehmend wichtiges Element für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Allerdings stellen die enorme Komplexität heutiger Software-basierter Lösungen und die immer schneller werdenden Innovationszyklen die Organisationen vor grosse Herausforderungen. Neue Ideen sind erforderlich, um die Bereitstellung qualitativ hochwertiger Software deutlich zu beschleunigen, die vorsichtige Anpassung herkömmlicher Vorgehensweisen alleine ist nicht ausreichend.

Die Studie "Small worlds: The social approach to software delivery" zeigt ein Vorgehen auf, das auf der Vernetzung von Entwicklern in global verteilten Communities beruht, wir sprechen hier vom "Community-Modell". Die Entwickler sind inhaltlich an Geschäftsprozessen ausgerichtet und darüberhinaus für eine intensive soziale Interaktion gerüstet. Dieses Vorgehen wird innerhalb der IBM seit einigen Jahren angewendet mit dem messbaren Erfolg von schnellerer Softwareerstellung in hoher Qualität. Ein entscheidender Faktor für den Erfolg dieses Modells ist die Fähigkeit zur sozialen Interaktion im Entwicklerteam. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfassende Analyse der Bedingungen, die sich auf die Entwicklungsproduktivität auswirken.
Daher wurden beim Design des Community-Modells drei Grundpfeiler der sozialen Interaktion besonders berücksichtigt:

Soziale Plattformen
Entscheidend für die Effektivität einer sozialen Plattform im Bereich Softwareentwicklung sind

  • die gemeinsame inhaltliche Ausrichtung der Community-Mitglieder – daher der Zuschnitt nach Geschäftsprozessen.
  • die Bereitstellung geeigneter Kollaborationswerkzeuge, nicht nur für Kommunikationszwecke, sondern auch für reibungslose Zusammenarbeit in Softwareentwurf, Coding und Test

Soziale Praktiken
Entwickler wollen Communities sehr viel offener und proaktiver als generische Nutzer einsetzen. Entsprechend ihrer Aufgabe wenden sie unterschiedliche Praktiken an, um ihre volle Produktivität auszuschöpfen, beispielsweise

  • Transparentes Arbeiten: Jeder kann Aufgabenzuteilung, Status und Ergebnisse aller anderen Mitglieder sehen
  • Offene Kommunikation: Blogs, Wikis und Feeds statt punktueller E-Mail-Austausch – so partizipieren alle vom Wissenszuwachs
  • Agiles Vorgehen: Enge Zusammenarbeit zwischen IT und Business von Anfang an

Soziale Menschen
Einer der wesentlichen Treiber für überdurchschnittliche Leistungen ist das Streben nach individueller Anerkennung. Dem wird durch Einführung einer –digitalen Reputation– Rechnung getragen. Für die gesamte Community sichtbar werden dort bestimmte Leistungen der Entwickler gewürdigt, zum Beispiel

  • Fertigstellung von Ergebnissen vor dem Liefertermin
  • Bereitstellung wiederverwendbarer Ergebnisse
  • Nutzung wiederverwendbarer Ergebnisse anderer

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