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CFOs entdecken die Integration des Treasury. Ihr Ziel: Effizientere Prozesse und mehr Transparenz.

Im Jahr 2005 schmiedete ein großer deutscher Autokonzern große Pläne: Das Unternehmen wollte Prozesse im Treasury und Cash Management des Unternehmens vereinheitlichen und vereinfachen. Das Ziel: Transparent machen, wo im Unternehmen wie viel Liquidität vorhanden ist. Außerdem wollte der Autobauer Zinsen und Bankgebühren sparen, sein Working Capital effizienter einsetzen und ein strategisches Risikomanagement einführen, das auf den Daten aus dem Treasury basiert.

Der Konzern entschied sich für ein System von SAP, weil er Produkte des Softwareanbieters schon im Einsatz hatte. Zunächst nahm sich das Unternehmen das Cash Management vor. Es wird jetzt über eine zentrale Plattform abgewickelt. Bisher hatte der Autobauer viele verschiedene Treasury Center, zum Beispiel bei Tochterunternehmen. Dort wurde die Liquidität gesammelt und zur Konzernmutter übertragen. Diesen Zwischenschritt spart das Unternehmen jetzt.

Vereinfacht hat der Konzern auch das Bezahlen von Rechnungen: Die einzelnen Gesellschaften kümmern sich nicht mehr selbst darum, sondern reichen Zahlaufträge jetzt an eine Payment Factory weiter. Diese errechnet, wann sie das Geld am besten überweist, damit es genau zum Termin beim Empfänger eingeht. Wie der Autokonzern definieren viele Unternehmen die Anforderungen an ihr Treasury neu: Es soll stärker in die Unternehmensprozesse integriert werden. Bisher war das in der Mehrzahl der Unternehmen nicht der Fall. So waren oft mehrere IT-Systeme als Insellösungen im Einsatz – weder untereinander integriert noch mit angrenzenden Systemen vernetzt.

Daraus ergaben sich gleich mehrere Schwachstellen: Potenziale zum Kostensenken und Steigern der Effizienz nutzten Unternehmen kaum. Die konzernweite Liquiditätssteuerung und Finanzplanung war wenig präzise, unzuverlässig und nicht konsistent. Außerdem waren finanzielle Risiken nicht transparent und wurden kaum abgesichert. Das Portfolio an Finanzanlagen war nicht optimal ausgerichtet. Zudem war viel Handarbeit gefordert, um den internationalen Rechnungslegungsvorschriften gerecht zu werden.

Jetzt denken Unternehmen um. "Sie wollen das Treasury stärker mit anderen Unternehmensprozessen vernetzen", sagt Christian Million, Leiter des Service-Bereichs Corporate Finance & Treasury bei IBM Deutschland. Der IT-Dienstleister bietet dazu eine Plattform an, die alle Treasury-Aktivitäten eines Konzerns bündelt. Sie unterstützt in einer ersten Ausbaustufe das In-House-Banking, das Cash Management und das Treasury-Management. In einer zweiten Stufe kommt das konzernweite Liquiditätsmanagement hinzu.

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